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Der Weißwal / Beluga

  Weisswal
   Beluga im Zoo Duisburg  
 

Der Weißwal (Delphinapterus leucas), auch bekannt als Beluga, gehört im Gegensatz zu den anderen hier vorgestellten Delfinarten nicht zur Familie der eigentlichen Delphine (Familie Delphinidae), sondern gehört zusammen mit dem Narwal (Monodon monoceros) zur Familie Monodontiedae.
Der Beluga lebt in den arktischen und subartischen Gewässern der Erde, wobei er sich meistens in der Nähe der Küsten aufhält. Außerdem kann er in einigen Flüssen, z.B. im Churchill (Manitoba), im Sankt-Lorenz-Strom oder im Saguenay beobachtet werden. Dabei schimmen sie gelegentlich hunderte von Kilometern flußaufwärts. 1966 verirrte sich sogar ein Beluga in den Rhein und schwamm bis Koblenz, bevor er umkehrte und den Weg zurück ins Meer fand.
Wie die meisten anderen Zahnwale ernährt sich der Beluga von verschiedenen Fischen, Krustentieren und anderen bodenlebenden Wirbellosen. Farblich sind Belugas sehr auffällig: Während die Kälber bei der Geburt dunkel- bis braungrau sind, haben ältere Tiere ab einem Alter von 5 bis 12 Jahren eine reinweiße Hautfarbe. Belugas besitzen keine ausgeprägte Rückenflosse, sondern haben einen niedrigen "Kamm" auf dem Rücken. Eine Rückenflosse wäre hinderlich, da Belugas teilweise kilometerweit unter das Packeis schwimmen.

Name Weißwal / Beluga
Delphinapterus leucas
Größe Erwachsene:
Männchen: 3,7 bis 5,5 Meter
Weibchen: 3 bis 4,1 Meter
Neugeborene: etwa 1,5 - 1,6 m
Höchstalter keine Angaben
Gewicht ausgewachsene Männchen:
700 bis max. 1500 kg
ausgewachsene Weibchen:
400 - 900 kg
Neugeborene: 35 - 40 kg
Nahrung Fische, Krustentiere, Wirbellose
Verbreitungs-
gebiet
Arktische und subarktische Gewässer, meistens küstennah;
Flussmündungen / Flüsse

Eine Besonderheit ist, dass Belugas einen sehr beweglichen Hals besitzen; sie können ihren Kopf so weit drehen, dass sie hinter sich schauen können. Bei den meisten anderen Delfin- und Walarten ist der Kopf hingegen nur wenig beweglich.

Belugas sind sehr gesellige Tiere und leben meistens in kleineren Gruppen von bis zu 15 Tieren zusammen. Dabei bestehen die Gruppen in der Regel aus etwa gleich alten und gleich geschlechtlichen Tieren. Gelegentlich können aber auch Gruppen von über 1000 Tieren beobachtet werden.
Bei den Seefahrern früherer Zeiten waren die Blugas als "Kanarienvögel der Meere" bekannt. Diese Bezeichung erhielten sie, weil Belugas ein großes Repertoire an Lauten benutzen. Diese Laute konnten von den Seefahrern durch die Rümpfe ihrer Schiffe gehört werden.
Heutzutage ist der Beluga von verschiedenen menschlichen Aktivitäten betroffen. Zum einen werden Belugas immer noch beispielsweise von Rußland gejagd. 2002 genehmigte beispielsweise die russische Kommission für Fischerei den Fang von 1000 Belugas. Außerdem leiden die Belugas massiv unter der Wasserverschmutzung. Insbesondere Tiere, die hauptsächlich in der Flußmündung des St.-Lorenz-Strom leben, sind so mit Schwermetallen und Giften belastet, dass ihre Körper eigentlich als Sondermüll behandelt werden müssten.

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