Delfinarien
 
Geschichte der Delfinarien
  Geschichte
frühere Probleme
 
 
allgemeine Infos
  Allgemeines
heutige Probleme
gesetzl. Bestimmungen
 
 
Delfinarien in Deutschland
  Standorte (Karte)
Delfinarium Duisburg
Delfinarium Münster
Delfinarium Nürnberg
Delfinarium Soltau
 
 
Dressur eines Delfins
 
Delfinarien pro und kontra
 
zur Startseite
 
 
   
 
Hauptbanner
Delfine in Kino u. TV
--------------

Probleme der ersten Delfinarien

Anfangs hatten alle Delfinarien, die nicht unmittelbar am Meer lagen, ein großes Problem, welches die Lebenserwartung der Delfine drastisch reduzierte: die Wasserqualität. Sie konnten nicht laufend einen Teil des Beckenwassers gegen unverschmutztes Wasser aus dem Meer ersetzen, sondern mussten das Beckenwasser in einem geschlossenen Kreislauf halten.

Zu Beginn der Delfinhaltung orientierte man sich bei der Wasseraufbereitung, der Ernährung und der Hygiene an den Erfahrungen, welche man mit Robben und Seelöwen gemacht hatte. Dabei berücksichtigte man nicht die teilweise gravierenden Unterschiede zwischen den beiden Tiergruppen. Robben und Seelöwen verbringen einen nicht unerheblichen Teil ihres Lebens an Land. Bei ihnen ist eine laufende Wasserkontrolle nicht unbedingt notwendig. Dies zeigt sich z. B. an der Tatsache, dass Robben und Seelöwen früher erfolgreich mehrere Jahre lang in Süßwasser gehalten wurden.
Delfine dagegen benötigen eine wesentlich besser kontrollierte Wasserqualität. Zum einen verbringen sie ihr gesamtes Leben im Wasser und zum anderen besteht die Haut aller Cetacea aus lebenden Zellen. Die Folgen eines zu geringen Salzgehaltes werden wie folgt beschrieben: „Ein langer Aufenthalt in Wasser, das einen niedrigeren Salzgehalt als ein Prozent hat, verursacht deshalb flächige Nekrosen und Geschwüre. Nach etwa drei Wochen unter diesen Bedingungen beginnt eine schnelle Degeneration der Hautzellen." (Breier/Reiter S.66) Neben der hohen Empfindlichkeit der Delfine gegenüber Salzgehaltsschwankungen und Wasserverschmutzungen verursachen die Delfine durch ihre Exkremente selber eine stetige Wasserbelastung mit organischen Stoffen. Dazu kommen noch Nahrungsreste und Schmutz, welcher bei Außenbecken vom Wind in das Wasser geweht wird. Ein Delfin produziert täglich etwa vier Liter Urin und 1,4 Kilogramm Kot, welcher wieder aus dem Wasser entfernt werden muss.

Zunächst versuchte man, dieser Belastung durch Filtersysteme zu begegnen, die von Spezialisten für Swimming-Pools geplant und gebaut wurden. Diese hatten allerdings keine Erfahrung mit (künstlichem) Meerwasser, das aufgrund seines Salzgehaltes stark korrosiv wirkt und Filter und Pumpen angreift. Außerdem verursachen Delfine eine Dauerbelastung, welche bei Schwimmbecken ebenfalls nicht vorhanden ist. Inzwischen hat man dieses Problem der Delfinhaltung gelöst, während andere Probleme weiter existieren.

© 2003 by delfine.net