Delfinarten
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Die Delfinarten

Begriffe wie Wal, Delfin oder Tümmler werden häufig in unterschiedlicher Bedeutung verwendet. Meistens sind mit dem Begriff Wal die großen Vertreter dieser Meeressäugetiere gemeint, der Begriff Delfin und Tümmler wird umgangssprachlich für die kleineren Arten verwendet.
Diese Einteilung ist manchmal willkürlich (z.B. ist der "Schwertwal" eigentlich ein großer Delfin) und besonders im Bereich der Wale und Delfine hat eine Art häufig mehrere Namen. Außerdem sind Übersetzungen der entsprechenden Begriffe in andere Sprachen gelegentlich missverständlich.

Die Lösung der Probleme besteht darin, ein einheitliches Klassifizierungssystem (Taxonomie) mit einer hierarchischen Struktur zu schaffen. Die Grundlage des Systems bildet die Art. Zwei Tiere gehören zur selben Art, wenn sie unter natürlichen Bedingungen überlebensfähige Nachkommen zeugen können. Jede Art bekommt einen eindeutigen Namen. Dieser Name besteht in der Regel aus zwei lateinischen Wörtern. Das erste Wort bezeichnet die Gattung und das zweite Wort die Art. Dieses Benennungsprinzip wurde bereits um 1751 von Carl Linné entwickelt und ist heute noch in Gebrauch. Gelegentlich besteht der Name aus drei Wörtern, wobei das dritte Wort dann eine Unterart charakterisiert. Der Große Tümmler beispielsweise hat den wissenschaftlichen Namen tursiops truncatus. Anhand von detaillierten Untersuchungen lässt sich nun feststellen, wie nah zwei Arten miteinander verwandt sind. Nahe verwandte Arten werden in Gattungen zusammengefasst, nah verwandte Gattungen in Familien, Familien werden in Ordnungen zusammengefasst usw. Durch die Vorsilben Über- und Unter- können Zwischenstufen geschaffen werden (z.B. Unterordnung, Überfamilie, etc). Alle Wal- und Delfinarten werden in der Ordnung Waltiere (Cetacea) zusammengefasst, die wiederum zur Klasse der Säugetiere (Mammalia) gehört. Die Ordnung Cetacea ist in drei Unterordnungen aufgeteilt:

  • Urwale (Archaeoceti): alle Angehörigen dieser Unterordnung sind bereits ausgestorben. Sie gelten als direkte Vorfahren der heutigen Wale und Delfine.
  • Bartenwale (Mystacoceti): diese Unterordnung umfasst 11 Arten. Alle Bartenwale ernähren sich von sehr kleinen Tieren (Krill u. Plankton), welche sie aus dem Wasser filtern. Die Bartenwale sind vergleichsweise groß und langsame Schwimmer.
  • Zahnwale (Odontoceti): etwa 70 Arten. Sie sind aktive Jäger und ernähren sich hauptsächlich von Fischen und Tintenfischen.
    Sämtliche hier vorgestellten Arten gehören zu dieser Unterordnung.

Bei der Auswahl der Arten habe ich mich (zunächst) auf die Arten beschränkt, die in den deutschen Delfinarien leben. Zusätzlich habe ich noch den Schwertwal mit aufgenommen, da er in den großen Delfinarien in den USA gehalten wird und durch die Filme Free Willy I und II auch in Deutschland sehr bekannt ist. Später werde ich weitere Arten mit in die Übersicht aufnehmen.
Eine Beschreibung weiterer Barten- und Zahnwalarten findet sich z.B. auf der Homepage der WDCS.

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