Die Zeit der Römer
Die Römer übernahmen von den Griechen die Vorstellung,
dass die Delfine Boten der Götter seinen. Daher ist es nicht weiter erstaunlich,
dass bei den Römern die Delfine ebenfalls ein hohes Ansehen besaßen.
Dennoch wich ihre Wertschätzung der Delfine zumindest in einem wesentlichen
Punkt von denen der Griechen ab: Die absichtliche Tötung eines Delfins
wurde nicht mehr als Gottesfrevel angesehen und war somit auch nicht mehr mit
einer schweren Strafe verbunden.
Eine Überlieferung des römische Schriftsteller Plinius des Jüngere
aus dem Jahre 109 n. Chr. macht dies deutlich:
Ein Junge hatte sich in einem Fischerort namens Hippo Diarrhytus
an der Küste Nordafrikas, damals römische Kolonie, im Laufe der
Zeit mit einem dort lebenden Delfin angefreundet. Sie schwammen und spielten
häufig miteinander und die Zutraulichkeit des Delfins wuchs. Dieses
Ereignis sprach sich immer weiter herum und lockte auch schon zu damaliger
Zeit Schaulustige an, darunter viele hochgestellte Persönlichkeiten.
Diese mussten von den Bewohnern des Ortes beherbergt und versorgt werden,
welches für die Bewohner mit hohen Kosten verbunden war. Schließlich
wussten sich diese nicht mehr anders zu helfen, als die Ursache der Besucherströme
zu beseitigen. Sie töteten den Delfin.
Neben dieser Geschichte gibt es noch weitere Erzählugen, die von der Freundschaft
zwischen Menschen und Delfinen berichten. Diese Überliefertungen galten
lange Zeit als Legenden und wurden in der (späteren) Forschung über
Delfine nicht berücksichtigt. Aufgrund von Beobachtungen und Berichten
aus neuerer Zeit (z.B. Monkey Mia, etc.) geht man aber inzwischen
davon aus, dass diese Erzählungen in großen Teilen der Wirklichkeit
entsprechen.
Genau wie die Griechen waren die Römer auch
wissenschaftlich an den Delfinen interessiert. Besonders das Werk "naturalis
historia" von Pilnius des Älteren enthält erstaunlich genaue
Angaben über Delfine.
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