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Das antike Giechenland

Die Haltung der Griechen den Delfinen gegenüber war stets von Respekt und Ehrfurcht geprägt. In ihren Mythen und Erzählungen ist der Delfin den Menschen gegenüber nie feindlich gesinnt oder bösartig. Vielmehr glaubten die Griechen daran, dass die Delfine Boten der Götter seien.
In ihrer Gedankenwelt ist der Delfin eng mit dem Meer verbunden, aus dem alles Leben hervorgegangen ist. (Für Homer war Okeanos, der Vater des Meeres, "Ursprung der Götter und alles übrigen.) Außerdem ist Delphys, das griechische Wort für Delfin, verwandt mit dem Wort Delphis, was Schoß, Mutterleib oder Gebärmutter bedeutet.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht weiter verwunderlich, dass es bei den Griechen strengstens verboten war, einen Delfin absichtlich zu töten.
Oppian beschreibt dies wie folgt: "Schändlich ist es, Delfine zu jagen. Nie mehr vor die Götter treten darf der Mann, der mit Absicht ihren Tod herbeiführt. Seine Opfergaben bleiben ungeliebt. Seine Berührung vergiftet die Altäre, und er besudelt alle, die unter seinem Dach leben. So sehr, wie sie das Morden von Menschen verdammen, hassen die Götter den, der Todesqual über die gütigen Herren der Tiefe bringt."
Selbst bei den Römern , die später viele Vorstellungen von den Griechen übernahmen, galt dieses Verbot schon nicht mehr in dieser absoluten Form.

Viele Überlieferungen aus dem antiken Griechenland erzählen über die Beziehung zwischen den Göttern und den Delfinen einerseits und den Menschen und den Delfinen andererseits. Einige der bekanntesten Erzählungen sind folgende:


Neben der Geschichte über die Rettung Arions durch Delfine gibt es in der Antike eine Reihe weiterer Erzählungen, die davon berichten, wie Delfine Menschen aus Seenot retten oder von sich aus den Kontakt zum Menschen suchen.
Lange Zeit wurden soche Überlieferungen gerne in das Reich der Legenden verwiesen, aber aufgrund von Berichten und Beobachtungen aus neuerer Zeit (z.B. Monkey Mia, etc) geht man inzwischen davon aus, dass zumindest Teile dieser Geschichten der Wahrheit entsprechen.

Aus dem antiken Griechenland und der späteren Römerzeit sind aber nicht nur Sagen und Geschichten überliefert worden, sondern die Delfine waren auch Gegenstand wissenschaftlicher Beobachtungen und Untersuchungen.

Der griechische Philosoph und Naturkundler Aristoteles (384 bis 332 v. Chr.) zum Beispiel erkannte bereits damals, dass die Barten- und Zahnwale Säugetiere sind. Folgende Beschreibung findet sich in seinem Werk Historia Animalium (Naturgeschichte der Tiere): „Der Delfin, der Wal und alle Meeressäugetiere – also alle, die ein Blasloch haben anstelle von Kiemen – sind lebendgebärend.“ Außerdem berichtet er darüber, dass sie Lungenatmer sind, lebende Junge zur Welt bringen, welche gesäugt werden und dass ihr Skelett nicht aus Gräten besteht. Weiterhin äußert er sich zu ihren Fähigkeiten Geräusche zu erzeugen und vergleicht diese mit der menschlichen Sprache.
So erstaunlich es klingen mag, aber auch heute weiß man im Grunde nicht viel mehr über die Delfine.

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