Die Gründung des Orakels von Delphi
Eine Legende berichtet, wie Apoll, Sohn des Zeus und Gott des
Lichtes, der Kultur und Vernunft, das Orakel von Delphi errichten ließ.
Auf einer seiner Wanderungen erreichte er einst eine
ruhige Lichtung am Südhang des schneebedeckten Berges Parnaß.
Apoll beschloss, dort einen prächtigen Tempel ihm zu Ehren
errichten zu lassen. An dieser geweihten Stelle befand sich aber
bereits ein Heiligtum der alten Erdmutter Gaia, welches durch ein
Ungeheuer names Delphyne bewacht wurde, das die Eigenschaften des
Mutterleibs und des Delfins in sich vereinigte. Er kämpfte
gegen Delphyne, siegte und nahm dadurch Delphynes delfinischen Eigenschaften
in sich auf. Von diesem Zeitpunkt an konnte Apoll sich in einen
Delfin verwandeln und erhielt den zusätzlichen Namen Delphinios,
Delfingott.
Als Priester sollten ihm keltische Kaufleute dienen, deren Schiff er in Gestalt
eines Delfins an Land lockte und sich dort als Gott zu erkennen gab. So wurde
das berühmte Orakel von Delphi von Apoll gegründet.
Auch im griechischen Totenkult spielten die Delfine wegen ihrer
Verbindung zu Apoll eine wichtige Rolle: sie geleiteten die Seelen der Verstorbenen
zur Insel der Seeligen. Aus diesem Grund wurde der Monat, in dem die Griechen
ihre Verstorbenen ehrten, Delphinios genannt.
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